Das Blog startet am 05.09.2016!




05.09.2016 – Tag 1

Nun sind alle am Freudenbergerplatz im Berner Ostring angekommen. Die Malerlehrlinge von der Oberhavel tapezieren bereits die ersten Himmelsbahnen, das Freudenberger College wird aufgebaut und das Wetter wird bald wieder besser! Die Freude ist groß, wir sind gespannt auf Euch!!
Morgen geht es dann am Platz mit HEFT los. Heute waren die Leute von Transition Bern und der Umweltplattform zu Besuch und haben ihr Event am Mittwoch vorbereitet.



















06.09.2016 – Tag 2

Der Himmel wächst! Und die ersten Rückmeldungen zu den Tapezierarbeiten sind jedenfalls unisono: Der Himmel muss unbedingt bleiben!
Toll, dass diese blau-weisse Einladung zu einer neuen Perspektive auf den Freudenbergerplatz so gut ankommt. Wir sind gespannt, mehr von Euren Visionen zu hören!
HEFT haben im Lauf des Nachmittags ganz unterschiedliche Menschen getroffen, die den Platz überqueren, hier arbeiten oder auf die Tram warten, und dabei ein paar Geschichten gesammelt, die in der ersten Ausgabe des VIADUKTs abgedruckt sind. Was sie besonders beeindruckte, war, dass der einzige Abfall, der von ihnen am ganzen Platz gesichtet wurde, eine einsame Caprisonnentüte war. Bei der Redaktionssitzung um 17 Uhr im College war sogar schon die erste Anwohnerin dabei. Am liebevollen Ergebnis ist es zu sehen. Zum VIADUKT weiter oben und jeden Tag mehr.
Das Freudenberger College ist nun auch in Form gekommen. Der lange Tisch tut in seiner leichten Kurve so, als wäre er die Autobahn, die man dahinter aus dem Fenster erblickt, die Overheadprojektoren werfen Bäume aus Licht in den Raum, wenn am Abend das Tageslicht schwindet, Infomaterial über vergleichbare Autobahnplätze von überall her blättert an den Wänden herum. Zeit für Mitwirkende!



















VIADUKT 1 – das Magazin des Tages 06.09.2016 -> download pdf
In der ersten Ausgabe des VIADUKTs werden die Lehrlinge, die von der Oberhavel angereist sind, um dem Himmel Leben einzukleistern, das Künstlerduo BURGHARD, das hinter Der Himmel von Bern steht, und HEFT selbst vorgestellt. Außerdem erzählt das Magazin bereits von einigen Begegnungen mit Menschen am Platz.
Zum Beispiel: Zwei Menschen von der Aufzugreinigung berichteten, dass sie den ganzen Tag gefragt worden seien, was hier los sei. Ja, was denn? HEFT hat dann mit ihnen im College Kaffee getrunken und über den Platz gesprochen. Weil sie alle zwei Wochen für die Reinigung da sind, kennen sie den Ort recht gut. Wir hoffen auf ihre Visionen!





















07.09.2016 – Tag 3

Die Lehrlinge sind fleißig – müssen aber jetzt pausieren. Denn heute des Nächtens wird der Strom für die Tram-Oberleitung abgestellt, damit der Himmel den Freudenbergerplatz ohne Unterbrechung überzieht.
Ab heute ist auch die Social Space Agency mit von der Partie! Am Platz reist sie mit euch in ihrer Poststelle in die Zukunft. Aus igendeinem Grund kommen da auch Briefe aus der Zukunft an. Habt ihr Post? Oben im College kommt ihr durch die SoSA außerdem mit einer menschengroßen Box ins Gespräch, die sich für einen Videobotschafter hält.
Noch etwas Neues sind die Bücher, die von den Kornhausbibliotheken an das Freudenberger College geschickt worden sind, um hier noch mehr Material zum Nachschauen zu bieten. Hier findet man Auskünfte zu Projekten von der ganzen Welt, da geht es um Stadterneuerung, Kunst im öffentlichen Raum, Bürgerpartizipation und noch mehr. Genau wie die vielen bereits Mitwirkenden und die tollen Rückmeldungen von gestern zeigen sie, was es eigentlich schon alles in der Stadt gibt – denn diese Bücher sind auch sonst in den öffentlichen Bibliotheken frei zugänglich. An dieser Stelle also ein herzliches Dankeschön an die Kornhausbibliotheken. Was ihr draus macht, wir sind gespannt!
HEFT sitzen jetzt ab mittags am Platz, die Redaktionssitzung fängt aber wie gehabt um 17 Uhr im College statt.
Heute Abend ab halb Sieben Get UP Bern von Transition Bern und UP Umweltplattform im Freudenberger College, alle sind wie immer herzlich eingeladen.









08.09.2016 – Nacht 3
Die Jungs haben echt gerockt von Mitternacht bis Mittag am nächsten Tag – großartig!!! Jetzt gibt's eine kurze Pause bis morgen… und über der Tram 7 schwebt der Himmel nun auch.
















08.09.2016 – Tag 4
Wie die Woche weiter geht, wächst und wächst der Himmel und die Aufmerksamkeit auf den Platz. Die Vorübergehenden kommen mit ihrer Begeisterung auf uns zu. HEFT berichtet beispielsweise von einem, der davon überzeugt ist, dass es schon bald eine bürgerschaftliche Petition geben wird, um die Autobahntapete permanent zu behalten. So überzeugt, dass er gar nicht glauben konnte, dass der Abbau schon Mitte Oktober stattfinden soll. Was er gerne von dem Freudenbergerplatz in der Zukunft will, das konnte HEFT ihm leider nicht entlocken. Eine weitere hat angeboten, den Himmel eigenhändig nachzumalen, sollte er abgerissen werden.
Gestern Abend gab es im College ein Event von Transition Bern und der UP Umweltplattform, bei dem es ganz konkret um die gemeinsame Diskussion der Quartierszukunft ging. Davon in den nächsten Tagen mehr.
Als Lehrlinge und Meister aus der Oberhavel im Eichholz bei ihrer wohlverdienten Pause zwischen Lagerfeuer und Aare saßen, trafen sie gleich jemanden, der schon von dem Projekt gehört hatte. Seit ein paar Tagen berichtet auch die Lokalpresse über Der Himmel von Bern.
Die Social Space Agency verbrachte einen vollen Tag vor Ort, um sich mit dem Terrain vertraut zu machen, und hat daraufhin aus den empfangenen Signalen noch einmal einen Kurswechsel beschlossen. Die Journeys bleiben, aber die Poststelle wurde in die ferne Zukunft ausgelagert, sodass jetzt am Platz gemeinsam mit den Besucherinnen ein Tool Kit für die Journeys vorbereitet werden.
Am Freitagabend wird um 18 Uhr wird unter vollem Himmel angestoßen.










VIADUKT 2 - das Magazin des Tages 07.09.2016 -> download pdf
Die offenen Redaktionssitzungen von HEFT sind vorgesehen, um Inhalte des Projekts vorzustellen, zur Mitwirkung bei der Inhaltsredaktion und um eigene Beiträge zu produzieren. VIADUKT 2 von heute ist eine Bestandsaufnahme. VIADUKT 3 wird sich mit der Nachtaktion beschäftigen und im VIADUKT 4 gibt es einen ersten Gastbeitrag einer Besucherinnen, die in einem Berner Gemeinschaftsgarten tätig ist. Von jeder Ausgabe werden mindestens 35 Hefte gedruckt und am Platz verteilt.












VIADUKT 3 - das Magazin des Tages 08.09.2016 -> download pdf
»Der Blick von außen schaut in leere Industrieküchen. Volksnahrung. Edelstahltheke. Dann wendet er sich ab. Sucht Dunkelheit am Platz. Vergebens. Büroleuchten an Betonpfeilern täuschen vor, was vorzutäuschen ist. Und wer Zeit hat und hört, hört gleiches Rauschen. Künstliches Rauschen. Das Zentrum imitiert die Autobahn. Sie werden Freunde in der Nacht, verarbeiten einander.
Der Blick von außen hört Stimmen. Nachtwandler. Nachtmusik. Konzerte für niemanden. Streng dich an und stell dir vor. Das Auge sieht nur was da
ist. Sand für den Winter, Licht für die Dunkelheit. Versprechungen und Wahrheit. Durchbrochen hier und dort von Angestellten mit Schlüsselprivileg. Verschließ die Ohren. Schritte hallen nach. Dröhnen im Kopf, Tageszeitungen auf schwarzem Grau. Der Blick von außen wird nicht klarer. Der Blick von außen ist betäubt.« HEFT, Der Blick von außen 3 – eine Kolumne














09.09.2016 – Tag 5
Jubel, Beifall, die neue Perspektive ist beschlossen! Der Himmel steht. Ein paar letzte Arbeiten und dann wird heute Abend um 18 Uhr am Freudenbergerplatz auf die Arbeit der Lehrlinge und Meister aus der Oberhavel angestoßen.






Patrick Gürtler, Jokl Sacher, Andi Ehrke, Florian Galster, Erik Viercke, Richard Webs, Tobias Sander






VIADUKT 4 - das Magazin des Tages 09.09.2016
-> download pdf
In dieser Ausgabe trägt unter Anderem zum ersten Mal eine Anwohnerin des Quartiers etwas bei. Isabella Holenstein zeigt eine Fotoserie vom Freudenbergerplatz und wurde von HEFT zu ihrer Vision interviewt. Sie schafft es schon jetzt, ein wenig Grün auf der A6 zu finden.













10.09.2016 – Tag 6
Die erste Woche geht dem Ende zu und heute geht es rund auf dem Freudenbergerplatz. Mit Jubel feiern wir den fertigen Himmel unter der A6. Kommt und freut Euch mit uns über die neue Perspektive bei Grillwurst und Getränk – wir sind von 14 Uhr bis spät in die Nacht in der Wendeschleife. Um 18 Uhr gibt’s dann auch noch feierliche Grußworte von Rachel Mader (Kommission Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bern) und Veronica Schaller (Kultur Stadt Bern). Danach spielt MC Kay Musik zum Sound der Autobahn. Bringt eure Grills mit, alles andere gibt es bei uns, stellen wir den Platz auf den Kopf, bringen wir Passanten so weit, sich dazu zu gesellen, holen wir uns jetzt schon ein Stück Zukunft in den Ostring!
HEFT freut sich weiterhin auf regen Austausch und Beiträge zum VIADUKT. Die Social Space Agency führt über den Tag verteilt #1 der Journeys To A Time-Distorted Place durch, wozu alle ebenfalls herzlich eingeladen sind, eine spannende und skurrile Erfahrung!







11.09.2016 – Tag 7
Sunday off





Social Space Agency: Journeys To A Time-Distorted Place #1 estimated speed 4 km/h
»Zu allen drei Reisen am Samstag kamen Leute, zwischen 1 und 4. Also nicht so viele, aber dafür war es umso intensiver«, berichtet die SoSA. Ergebnisse der neuen Platzbeobachtungen sind auf den ausgefüllten Spielkarten schon nachzulesen. Und so geht’s:
Zu Beginn einer Reise werden die Komponenten am Tisch ausgewürfelt, aus denen sich die Reise zusammensetzt.
1. Reiseroute (wie komme ich von A nach B)

2. Reiseleitung (wer bestimmt, wo man langgeht)
3. Tätigkeit (was tut man unterwegs)
4. Filter (welches Wort hilft einem, die Umgebung auf eine bestimmte Art wahrzunehmen)
Die Fäden markieren, welche Reise wie zusammengesetzt war. Unterwegs versucht man die „Regeln“ der Reise zu kombinieren und so zu spazieren. Bei der Rückehr wird kurz diskutiert und ein Reisebericht verfasst, der aber nur wenige Worte beinhaltet.
Am Mittwoch geht es mit der Reise #2 estimated speed 12 km/h weiter, jeweils um 18, 20 und 22 Uhr. Anmelden kann man sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.





Die Reiseberichte wurden von Reisegästen gemeinsam nach den jeweiligen Reisen verfasst und lassen erahnen, wie anders als sonst die Erfahrung der Umgebung des Freudenbergerplatzes empfunden worden ist, was aufgefallen ist, was eigentlich passiert.

Reisebericht Nr. 1
„Im Migros ist gut sichtbar, was für die Kinder gedacht ist. Und es ist seltsam nichts einzukaufen. Durch die Tiefgarage ins Neubaugebiet, doch weder die Brücke über den Teich noch das Zentrum Paul Klee liegen auf der Reiseroute. Ende der Reise: Einem Mann hinterherrennen, der zum Tram muss.“
10.09.16 / 10:37

Reisebericht Nr. 2
„Unser Reisealbum enthält folgende Tracks:
1. Die Intimverwertung aka Intimbesen
2. Warm nach oben /Hoffnungsvoll nach unten
3. Schlüsselmomente
4. Kleine Wassermusik in Moll (NICHT BADEN)
5. Fischsuppe
6. Volle Dröhnung in Stereo (nicht) schön
7. Birkenhain-Nirvana
8. Grilled Chicken in a Shady Spot“
10.09.16 / 14:17




Get UP Bern: Filmvorführung "In Transition 2.0" und Denkwerkstatt zum STEK 2030

Transition Bern und die UP Umweltplattform veranstalteten gemeinsam am 07.09. eine Abendveranstaltung, bei der zuerst die Transitionbewegung in dem Film »In Transition 2.0« vorgestellt wurde und anschließend mit den Besucherinnen über das zur Mitbestimmung von der Stadt kürzlich vorgestellte Stadtentwicklungskonzept 2030 diskutiert wurde. Die erarbeiteten Plakate wurden an einem der Pfeiler des Autobahnviadukts angebracht zur Einsicht und weiteren Bearbeitung durch Andere. Einige Ideen für den Freudenbergerplatz kamen schon zusammen, etwa, dass auf dem Autobahndach eine Grünfläche zum Urban Gardening entstehen soll, dass sie Energielieferant oder der Freudenbergerplatz als Abenteuerspielplatz umgebaut wird. Dass die Bauten für die A6 nach einer Verlegung der Autobahn abgerissen werden sollen, statt umgenutzt zu werden, davon ist auf den Plakaten nichts zu lesen.


























VIADUKT 5 – das Magazin des Tages 10.09.2016 -> download pdf
Im VIADUKT 5 isst HEFT eine Grillwurst, werden die scheidenden Lehrlinge interviewt zu ihrer Erfahrung mit der Autobahn und der Kunst, wird die Social Space Agency mit ihren Reise in eine verworrene Zukunft vorgestellt und von der Eröffnung am Samstag berichtet.














12.09.2016 – Tag 1 Woche 2
Am Montag unternahm das Team nach Abreise der Handwerker einen Ausflug. Vor den Toren der Stadt liegt ein unbebautes Land – das des Malers Sigmund Freudenberger. Der nach ihm benannte Platz in Bern, der in den 60er Jahren urbanisiert wurde, hat mit Alpenweiden, frischer Luft und Krackselpfaden wenig zu tun.
Im Sinne einer gründlichen Ortserkundung wurde das bisher bekannte Werkzeug umgenutzt; das Freudenberger Genrebild als Trope verwendet, um die für unser Team nach einer Woche am Platz verwirrende Ruhe auf dem Land erfassen zu können, bevor es zurück unter die Autobahn ging.
Es wird eine produktive Verbindung zwischen Platz und Namensgeber geschlagen, indem Freudenbergers Portraits aus dem Schweizer Landleben sich im sommerlichen Himmelsbild wiederfinden. Der Maler selbst gründete außerdem zu seinen Lebzeiten in Bern eine Kunstakademie. Dies war in der Auseinandersetzung BURGHARDs mit dem Freudenbergerplatz ausschlaggebend, um auch selbst durch ein College den Aufruf zur Mitwirkung an die Lokalbevölkerung zu senden und das Projekt mit Freudenberger und dem Lehr- und Mitwirkungsverständnis des Blackmountain Colleges zu verbinden.










Info zum Stadtentwicklungskonzept DV der Quartierkommission QUAV4
Stadtentwicklungskonzept 2030 im Freudenberger College abgehalten. Die Teilnehmenden haben sich die Umgebung genau angesehen. Herausgekommen sind viele sehr konkrete Visionen für den Freudenbergerplatz.
In der Mitte des Platzes, dies ist eine Idee, soll diagonal ein »Mega-Fussgängerstreifen« laufen. Mit dieser Lösung würden aus den bisher 8 Überwegen, die große Umwege für die Passanten erfordern, 3 sehr praktische Wege über den Platz. Einher mit dieser Idee ginge eine verkleinerte, aber komplexisierte Ampelschaltung und reduziertere Autobahnzubringer-Strassenführung. Wie auf der Ideenskizze zu sehen ist, wünschen sich Besucherinnen und Besucher der Informationsveranstaltung Hunde- und Katzenfreundlichkeit, ein Café und die Rückeroberung – subito!








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VIADUKT 6 – das Magazin des Tages 12.09.2016 -> download pdf
Dieses VIADUKT widmet sich dem unternommenen Ausflug und der Aufzeichnung des Ländlichen in der Umgebung von Bern im Vergleich mit Freudenbergers eigenen Eindrücken des friedlichen Landlebens anno 1790.










Social Space Agency – Journey #2, Bildtauchen
Gestern ist bei der zweiten Reise mit der Social Space Agency ein einziges besonderes Bild entstanden. Nach einem kleinen Interview gibt es von ihnen Folgendes zu berichten:
Es wurden zwei Spaziergänge gemacht. Beide Male wurde die Reiseroute durch leere Bilderrahmen bestimmt: Die erste Person hält den Rahmen und rahmt sich ein Bild in der Umgebung, einen interessanten Ausschnitt, eine spannende Perspektive. Die nächste Person schaut sich das so gefundene Bild an. Danach stellt sie sich quasi in das Bild hinein, sucht sich einen Platz in dem Bildauschnitt. Wenn sie den gefunden hat, sucht sie sich wiederum einen spannenden Bildauschnitt und lässt die Gruppe durch den Rahmen schauen. Und wieder sucht sich jemand „ihren“ Platz im Bild und sucht von der Position aus ein neues Bild für den leeren Bilderrahmen. Wir nennen es „Bildertauchen“ und man taucht dabei wirklich in seine Umgebung ein und findet neue Blickwinkel und Positionen.
Auf dem Bild sieht man grad jemanden, der seine ganz eigene Perspektive sucht. Mitten auf der Strasse liegend. Sozionautik erfordert grössten persönlichen Einsatz.
Die Technik hat die SoSA neu entwickelt für den Platz und sie berichten, dass es wirklich spannend war für sie, und ihre Reisebegleitungen fanden es auch interessant, weil man sich so ganz anders auf die Umgebung konzentrierte.
Die SoSA versteht die Rundgänge als gelebte Visionen, versucht also aus dem Platz rauszukitzeln, was man heute schon rauskitzeln kann.
Journey #3: Melodiöse Landschaften findet am Freitag jeweils um 18, 20 und 22 Uhr am Freudenbergerplatz statt.



Die Reiseberichte wurden von Reisegästen gemeinsam nach den jeweiligen Reisen verfasst und lassen erahnen, wie anders als sonst die Erfahrung der Umgebung des Freudenbergerplatzes empfunden worden ist, was aufgefallen ist, was eigentlich passiert.

Reisebericht Nr. 4
„Was wir aus der Vergangenheit gesammelt haben: Spiegel (für den Blick in die Zukunft oder in den man alt aussieht), Apfel, Sand aus dem Sandkasten, Stein, kaputter Reflektor.“
10.09.16 / 18:35

Reisebericht Nr. 6
„Unser Spaziergang war ein langer, nächtlicher Soundtrack. Kinder würden das vielleicht auch machen, wenn man sie nicht weiterzerrt... Entdeckungen, die man immer machen könnte, und nicht macht. Frecher werden im Rahmen des nicht-destruktiven. Das fägt!“
10.09.16 / 22:05

VIADUKT 7 – das Magazin des Tages 14.09.2016 -> download pdf
HEFT folgt im VIADUKT 7 weiter der Idee der Übernahme der städtischen Steinwüste durch ländliches Grün. Was in Japan als der wertvollste Naturraum gilt ist jener mit der höchsten Artenvielfalt. Die Umwelt mit der höchsten Artenvielfalt ist die am Stadtrand, wo Bebauung, Gärtnerei und Wildwuchs zusammenkommen. In der japanischen Kultur schätzt man deshalb die Ränder der Städte als die besten Reiseziele für Naturbegeisterte.
Neben einer Fortsetzung des Blicks von Außen ist es HEFTs Vorschlag in dieser Ausgabe des VIADUKTs, das Stadtgrün auch an den Freudenbergerplatz zu lassen – in diesem Magazin wuchert es und spriesst's.




















VIADUKT 8 – das Magazin des Tages 16.09.2016 -> download pdf
»In anderen Worten«, oder auch in einer anderen Sprache, dreht sich diese Ausgabe des VIADUKTs um Visionen aus dem Kino zur Urbanisierung des Betons und Autos. Anhand von Jacques Tatis Playtime und mit einer neuen Serie an Collagen braucht VIADUKT 8 nur wenige Worte, um den Ist-Zustand des Freudenbergerplatzes zu beschreiben.











East Side Stories - Strategie zur qualitativen Raumentwicklung im Osten von Bern
Die vier postgraduierten Studierenden und der betreuuende Architekt Peter Bommeli von der ETH Zürich, die sich bei der MAS Studie zum Stadtraum Bern den Berner Osten und spezifischer den Freudenbergerplatz ausgesucht haben, stellten heute die Ergebnisse ihrer Recherche im Freudenberger College vor. Den Bericht gibt es online als Kurz- und Langfassung einzusehen ebenso wie ein Interview zur gesamten Studie beim Bund.
Im Laufe des Abends stießen noch eine ganze Anzahl an Besucherinnen hinzu und es entwickelte sich eine rege Diskussion um die Vorschläge der Gruppe.
Für die Anwesenden war es ein gelungener Abschluß der Reihe von Veranstaltungen zur Quartiersentwicklung, die mit dem Mitwirkungsevent der Transition Bern und UP Umweltplattform begonnen hatte, sich dann mit einer Informationsveranstaltung und öffentlichen Sitzung zum Stadtentwicklungskonzept 2030 durch die Quartierskommission QUAV4 fortsetzte und nun mit einer nochmals ganz anderen Perspektive auf das Quartier durch die Expertinnen und Experten der ETH beschloß.
In der gemeinsamen Diskussion ging es nicht zuletzt auch um das STEK 2030, das näher im Journal-B in zwei Artikeln von Sabine Schärrer behandelt werden, die mit viel Engagement bei den Diskussionen bei Der Himmel von Bern dabei war.
Mit einem gemeinsamen Spaziergang unter dem Himmel und am Stand der Social Space Agency entlang, die gestern ihre dritte Reise durchführte, ging auch dieser Abend in der Wendeschlaufe zu Ende und hinterließ die Beteiligten mit dem Gefühl, dass hier im Osten, bei Anwohnern und Wissenschaftlern, bereits viel Erfahrung und Potential vorliegen, auf die bei der Planung der Stadterneuerung des Berner Ostrings zurückgegriffen werden sollte. Die Anwohnerinnen und Anwohner können den Raum zur Mitbestimmung der Quartiersgestaltung bei der Stadt einfordern. Dies wird von der Studie der ETH dringend empfohlen. Die Ressourcen als auch die Visionen der Bürgerinnen und Bürger sind da.















East Side Stories - Strategie zur qualitativen Raumentwicklung im Osten von Bern
Die vier postgraduierten Studierenden und der betreuuende Architekt Peter Bommeli von der ETH Zürich, die sich bei der MAS Studie zum Stadtraum Bern den Berner Osten und spezifischer den Freudenbergerplatz ausgesucht haben, stellten heute die Ergebnisse ihrer Recherche im Freudenberger College vor. Den Bericht gibt es online als Kurz- und Langfassung einzusehen ebenso wie ein Interview zur gesamten Studie beim Bund.
Im Laufe des Abends stießen noch eine ganze Anzahl an Besucherinnen hinzu und es entwickelte sich eine rege Diskussion um die Vorschläge der Gruppe.
Für die Anwesenden war es ein gelungener Abschluß der Reihe von Veranstaltungen zur Quartiersentwicklung, die mit dem Mitwirkungsevent der Transition Bern und UP Umweltplattform begonnen hatte, sich dann mit einer Informationsveranstaltung und öffentlichen Sitzung zum Stadtentwicklungskonzept 2030 durch die Quartierskommission QUAV4 fortsetzte und nun mit einer nochmals ganz anderen Perspektive auf das Quartier durch die Expertinnen und Experten der ETH beschloß.
In der gemeinsamen Diskussion ging es nicht zuletzt auch um das STEK 2030, das näher im Journal-B in zwei Artikeln von Sabine Schärrer behandelt werden, die mit viel Engagement bei den Diskussionen bei Der Himmel von Bern dabei war.
Mit einem gemeinsamen Spaziergang unter dem Himmel und am Stand der Social Space Agency entlang, die gestern ihre dritte Reise durchführte, ging auch dieser Abend in der Wendeschlaufe zu Ende und hinterließ die Beteiligten mit dem Gefühl, dass hier im Osten, bei Anwohnern und Wissenschaftlern, bereits viel Erfahrung und Potential vorliegen, auf die bei der Planung der Stadterneuerung des Berner Ostrings zurückgegriffen werden sollte. Die Anwohnerinnen und Anwohner können den Raum zur Mitbestimmung der Quartiersgestaltung bei der Stadt einfordern. Dies wird von der Studie der ETH dringend empfohlen. Die Ressourcen als auch die Visionen der Bürgerinnen und Bürger sind da.















VIADUKT 9 – das Magazin des Tages 17.09.2016 -> download pdf
In der neunten und damit letzten Ausgabe des VIADUKTs hat sich HEFT noch einmal einer ganz anderen Seite des Projekts gewidmet, nämlich der Mitwirkung selbst, und mit dieser Perspektive fällt der Rückblick dieses Magazins energisch aus. VIADUKT 9 ruft geradezu dazu auf: Nun kommt und nehmt euch eure Stimme!
HEFT argumentiert mit der Politikwissenschaftlerin und Demokratieverteidigerin Chantal Mouffe für mehr Auseinandersetzung durch mehr Vorstellungskraft. HEFT imaginiert die Geräuschkulisse der A6 zum Tanzen. HEFT hält den Impuls der ETH-Studiengruppe zum Freudenbergerplatz fest. HEFT wünscht sich Grün. HEFT guckt auf die Autobahn und fängt an zu träumen.















Social Space Agency – Journey #3 & Journey #4
Zu Reisen 3 und 4 erzählt die SoSA: »Es war super, unterwegs zu sein und dabei das Unheimliche am Neubaugebiet zu entdecken, aus dem Lärm Energie zu gewinnen, unbekannte Monumente zu finden oder sich von der Wahrscheinlichkeit leiten zu lassen. Da ist eine Garage im Freudenberg Zentrum, die wir entdeckt haben. Wir durften sogar durch die Autowaschanlage laufen, weil unsere Reiseroute auf dem Spaziergang vom Würfel bestimmt wurde — und der Würfel uns mitten durch die Werkstätte führte.«

Die Reiseberichte wurden von Reisegästen gemeinsam nach den jeweiligen Reisen verfasst und lassen erahnen, wie anders als sonst die Erfahrung der Umgebung des Freudenbergerplatzes empfunden worden ist, was aufgefallen ist, was eigentlich passiert:

Reisebericht Nr. 8
„Die Gegenwart bedarf nur kurzer Reisen, denn sie liegt immer nah!“
14.09.16 / 22:05

Reisebericht Nr. 9
„Nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip driften ist wie unter einem alten Fiat durchlaufen. Ein altes Bauernhaus, früher stolz im Grünen, heute bedrängt von Häuserzeilen und Paul Klee. Kleine Wahrscheinlichkeiten treffen mit unerwartet hoher Wahrscheinlichkeit ein.“
16.09.16 / 18:20

Reisebericht Nr. 10
„1. Die Autobahn rauscht, wo auch immer ich stehe, aber immer an anderen Stellen im Kopf. 2. Am meisten Energie gibt es, wenn man etwas Neues entdeckt.“
16.09.16 / 20:13

Reisebereicht Nr. 11
„Wir waren auf der Spur der Guerillagärtner_innen aus dem 2. Weltkrieg. Wir sahen: Tempel, Mahnmale, Wassergräber, schwelende Konflikte, Statue des Papstes und Turmkonstruktionen von hier bis zum Mittelmeer.“
17.09.16 / 14:20

Reisebericht Nr. 12
„Abgase, Z’nacht, Moos, nass, Regen, Laub, Feige, Axe Bodyspray, Einstellhalle, Beton, Weiher, Rose, Abfall, alter Kühlschrank, Kaffee, Kompost“
17.09.16 / 18.06












… und eines Tages war die Brücke wieder da.
Nach den letzten intensiven Tagen des Abbaus im Oktober schauen wir auf das Projekt mit etwas Distanz zurück. Schon träumen wir den Himmel nur noch.
Nach anderthalb Jahren der Arbeit an “Der Himmel von Bern” ist unsere Initiative im Quartier beschlossen. Es bleiben Bilder, Eindrücke, Blogeinträge, die zehn Ausgaben der VIADUKT-Hefte. Spannend bleibt für uns, was im Quartier, was für Bern geblieben ist.
Auf dem Freudenbergerplatz gab es zu “Der Himmel von Bern” vor allem von den Passanten große Resonanz, die den Platz tagtäglich nutzen. Es gab jede Menge “Daumen hoch” und viele aufmunternde Worte. Wenig Verständnis gab es dafür, daß der Himmel nicht bleiben sollte. Für seinen weiteren Bestand wurde dann sogar eine Petition begonnen und vielfach unterschrieben, aber es war von Beginn an Teil des Auftrages, eine “temporäre Intervention” zu realisieren. Wir hoffen, der Himmel bleibt in den Köpfen und bewegt dort etwas.
Wir haben die Zusammenarbeit mit den Menschen aus dem Quartier außerordentlich genossen! Verschiedene Kooperationen wären ohne die Vermittlung durch die Quartiervertretung, namentlich Sabine Schärrer, nicht zustande gekommen. Wir gehen davon aus, daß sich das kooperative Format: Eingeladene Künstler – lokale Aktivisten/engagierte Bürger dauerhaft in den Gremien der Stadt durchsetzen und in der Umsetzung noch bessere Unterstützung finden wird. Bern hat mit seinen lebendigen Quartieren ein großes Potenzial, hier zum Vorreiter zu werden (siehe STEK). Wir sind sicher, das könnte fruchtbar für alle Beteiligten sein und über die Grenzen der Stadt hinaus Wirkung entfalten. Auch hierzu wird diese Seite abrufbar im Netz bleiben.
Partizipative Kunst schafft nichts ohne öffentliche Reichweite. Die Stadt Bern ihr Interesse ausgesprochen, zukünftig ihre Öffentlichkeitsarbeit und Betreuung der KiöR-Projekte zu intensivieren. Auch diese strukturelle Veränderung sehen wir mit Freude als eine Errungenschaft derer, die “Der Himmel von Bern” durch ihr engagiertes Mitwirken möglich gemacht haben. Ihnen möchten wir an dieser Stelle besonders herzlich danken.

Unser expliziter Dank richtet sich des Weiteren an folgende Menschen und Institutionen:
Der Stadt Bern und der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) für die Einladung zu diesem Wettbewerb.
Den Lehrlingen Erik Vierke, Tobias Sander, Florian Galster, Andy Ehrke, Richard Webs sowie ihren Meistern Patrick Gürtler und Jörg Sacher aus Oberhavel fürs Plakatieren des Himmels.
Marcel Relitz für das phantastische Himmels-Photo.
Christine Eggenberg von den Kornhausbibliotheken für die Bücher und ihre wertvollen Hinweise.
Franz Krähenbühl für sein professionelles Projektmanagement vor Ort.
Theresa Kampmeier für ihre Unterstützung über ein Jahr Projektarbeit.
Sabine Schärrer für ihr großes Wissen um das Quartier Vier und ihr unermüdliches Engagement für die Menschen.